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19.10.2026

Aufbäumen reicht nicht: Herren 2 unterliegen Embrach deutlich

Aufbäumen reicht nicht: Herren 2 unterliegen Embrach deutlich

Die Hoffnung war nochmals da. Als Pfanni im Mitteldrittel auf 3:5 verkürzte, schien gegen die Black Sticks Embrach wieder einiges möglich. Doch ein Gegentreffer vor der zweiten Pause und ein miserabler Start ins Schlussdrittel machten die Aufholjagd zunichte. Am Ende stand eine klare 5:11-Niederlage, bei der die Gäste ihre offensive Qualität eindrücklich unter Beweis stellten.

Dabei gehörten die ersten Minuten durchaus den Hausherren. Pfanni fand ordentlich in die Partie, erhielt aber bald eine erste Warnung: Bei einer Doppelchance brachten weder Daniel Weber noch Josha Meier den Ball im bereits offenen Tor unter. Was aus Pfanni-Sicht noch glimpflich ausging, schien die Gäste endgültig aufzuwecken. Embrach kam zunehmend ins Spiel und erhielt nach einer eher kleinlich gepfiffenen Strafe gegen Janick Wiesli die erste Überzahlgelegenheit. Dafür benötigten die Black Sticks gerade einmal acht Sekunden. Dominik Müller verwertete ein Zuspiel von Josha Meier zum 0:1.

Wenig später bot sich Pfanni dieselbe Gelegenheit, als Meier wegen Stockschlags auf die Strafbank musste. Auch hier lag die Messlatte für einen Zweier eher tief, doch die Hausherren konnten aus ihrem Powerplay keinen Nutzen ziehen. Stattdessen zeigte sich anschliessend jene Klasse, vor der bereits in der Vorschau gewarnt worden war: Meier legte auf, Weber traf zum 0:2. Auf der anderen Seite scheiterte Perli am Pfosten, weitere Abschlüsse fanden in Joël Gradolf im Embracher Tor ihren Meister. Kurz vor der Pause wechselte das Topscorer-Duo die Rollen. Diesmal bediente Weber Meier, der auf 0:3 erhöhte.

Nach dem Seitenwechsel zeigte Pfanni die erhoffte Reaktion. Bei einem Freistoss in der Ecke fand Aurelian Emmenegger Benedikt Hrebenar, der direkt abschloss und den Ball im kurzen Eck versenkte. Der Bann war gebrochen, doch die Freude hielt kaum eine Minute. Wieder kombinierten sich Weber und Meier zum Erfolg, wieder betrug der Rückstand drei Tore.

Als Joël Meier bei einem Konter Matthew Cockerill lancierte und dieser Ricci zum 1:5 bezwang, drohte die Partie bereits davonzuziehen. Pfanni hatte aber noch etwas dagegen. Nur elf Sekunden später setzte man die Gäste mit konsequentem Forechecking unter Druck. Ein erzwungener Fehlpass landete bei Robin Bühler, der aus mittlerer Distanz abzog und den Ball wunderschön ins Lattenkreuz setzte. Mit der Hand hätte man ihn kaum besser platzieren können.

Dieser Treffer gab den Hausherren neuen Schwung. Pfanni bekam die Partie besser in den Griff, hielt dagegen und belohnte sich in der 37. Minute erneut. Nach einem Konter über Kai Curty stand Hrebenar für den Abpraller bereit und knallte den Ball zum 3:5 ins Netz. Plötzlich war die Begegnung wieder offen und die Hoffnung auf eine Wende zurück. Umso ärgerlicher war der nächste Rückschlag: Ein Fehlpass im gegnerischen Drittel leitete einen Embracher Gegenangriff ein. Joël Meier lancierte erneut Cockerill, der sich nicht zweimal bitten liess und noch vor der Pause auf 3:6 stellte.

Für das Schlussdrittel nahm sich Pfanni nochmals einiges vor und versuchte mit Umstellungen neue Impulse zu setzen. Die guten Vorsätze waren allerdings schnell dahin. Ein Fehlpass in der Feldmitte ermöglichte Joël Meier das 3:7, nur 25 Sekunden später landete der Ball nach einer unglücklichen Ablenkung eines Pfanni-Spielers im eigenen Tor. Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, und aus drei Toren Rückstand waren fünf geworden. Ein Horrorstart, mit dem sich die Herren 2 gleich selbst den Wind aus den Segeln nahmen.

Spätestens mit dem 3:9 durch Josha Meier auf Zuspiel von Weber war die Entscheidung gefallen. Pfanni kam zwar noch zu zwei Treffern: Hrebenar verwertete nach einem Weitschuss von Colin Feldmann den Abpraller und machte damit seinen Hattrick komplett. Wenig später brachte Emmenegger den Ball nochmals Richtung Tor, wo dieser über Gradolf den Weg ins Netz fand. Im Matchblatt wurde der Treffer zum 5:9 als Eigentor gewertet.

Das letzte Wort gehörte jedoch den Gästen und ihrem überragenden Duo. Zunächst traf Meier auf Vorlage von Weber zum 5:10, ehe Weber zwei Sekunden vor Schluss selbst den Schlusspunkt setzte. Praktisch aus dem Nullwinkel hämmerte er den Ball in den Winkel. Ein absolutes Traumtor als Wort zum Sonntag und der Abschluss eines Nachmittags, an dem Weber und Meier zusammen eine Kiste voll Punkte sammelten.

Für Pfanni blieb die Erkenntnis, dass ein kämpferisches Mitteldrittel allein nicht genügte. Die Mannschaft hatte sich zurückgearbeitet, nahm sich mit ihren Fehlern aber immer wieder selbst die Möglichkeit, die Partie nachhaltig zu drehen. Embrach nutzte diese Gelegenheiten konsequent und gewann auch in dieser Höhe verdient. Wir gratulieren den Black Sticks zum Sieg und bedanken uns für das Spiel.

Im Sinne der «Week of the Referee» möchten wir auch den Unparteiischen ein besonderes Dankeschön aussprechen. Im Eifer des Gefechts hadert man als Spieler, Trainer oder Zuschauer schnell einmal mit einem Pfiff. Dabei geht leicht vergessen, dass auf dem Feld Entscheidungen in Sekundenbruchteilen getroffen werden müssen. Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter investieren ihre Freizeit, übernehmen Verantwortung und stehen auch dann wieder in der Halle, wenn sie allzu schnell zum Sündenbock gemacht werden. Dafür verdienen sie Respekt und Wertschätzung, auch über eine Aktionswoche hinaus. Unser Dank gilt heute besonders Samuel Zulauf und Severin Schmidli. Ohne euren Einsatz wäre unser Spiel nicht möglich gewesen.

Trotz der Niederlage bleibt der Anschluss in der Tabelle bestehen. Pfanni liegt weiterhin auf Rang neun, die achtplatzierten Pumas sind mit drei Punkten Vorsprung aber in Sichtweite. Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits am kommenden Samstag, 24. Oktober, um 15.00 Uhr auswärts gegen die Astros Rotkreuz. Dann kommt es zum Duell der Aufsteiger, die bislang sehr unterschiedliche Wege durch die Saison genommen haben: Während Pfanni um den Anschluss kämpft, stehen die Astros auf dem dritten Tabellenplatz. Eine anspruchsvolle Aufgabe für die Herren 2, aber auch die nächste Chance, wieder Punkte mitzunehmen.

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