Eine Zweitoreführung, genügend Chancen und am Ende trotzdem keine Punkte. Die Herren 2 mussten sich im fünften Saisonspiel auswärts gegen die Pumas mit 4:6 geschlagen geben. Im Zürcher Oberland-Derby wäre mehr möglich gewesen. Umso ärgerlicher war es, dass Pfanni in diesem wichtigen Kellerduell eine gute Ausgangslage aus der Hand gab.
Dabei begann Pfanni druckvoll und setzte die Gastgeber früh unter Druck. Den ersten Treffer erzielten trotzdem einmal mehr die anderen. Ein Zuspiel von hinter dem Tor fand Cédric Gugerli in der Mitte. Dieser traf den Ball zwar nicht richtig, ins Netz kullerte er dennoch. Ein etwas unglücklicher Auftakt für die Gäste.
Pfanni steckte den Kopf jedoch nicht in den Sand und kam gegen Mitte des Drittels zum Ausgleich. Nach einem Ballgewinn zog Dario Keller aus dem hohen Slot ab und erwischte den nicht besonders glücklich aussehenden Pumas-Schlussmann. Auch danach blieben die Gäste am Drücker. Robin Bühler traf auf Zuspiel von Jason Mülli zum 2:1, ehe Marvin Meister nach einer herrlichen Freistossvariante und dem Pass von Marc Weber nur noch zum 3:1 einschieben musste.
Eine gute Ausgangslage für die erste Pause. Zehn Sekunden vor der Sirene gelang den Pumas allerdings noch der Anschluss. Bei einem Freistoss war Pfanni einen Moment zu wenig aufmerksam. Das Zuspiel fand seinen Weg durch die Defensive, Florin Furter bekam freie Schussbahn und verkürzte auf 2:3. Statt mit zwei Toren Vorsprung ging es mit dem Ärger über einen vermeidbaren Gegentreffer in die Garderobe.
Im zweiten Drittel war auch der verbleibende Vorsprung schnell weg. Marcio Moser zog nach einem Konter aus der Distanz ab und traf in die weite Ecke zum Ausgleich. Coach Päde Schneiter reagierte um Spielmitte mit Anpassungen, die erhoffte Wirkung blieb allerdings aus. Pfanni erspielte sich weiterhin Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Die Pumas machten es effizienter. Als die Gäste zu offensiv standen, nutzten die Gastgeber den Raum für einen schnellen Gegenstoss. Furter erzielte seinen zweiten persönlichen Treffer und brachte die Pumas mit 4:3 in Führung.
Ein Rückstand, der angesichts der eigenen Möglichkeiten schwer zu verdauen war. Pfanni hatte genügend Gelegenheiten, um das Spiel in eine andere Richtung zu lenken, brachte den Ball aber nicht mehr im Tor unter. Noch vor der zweiten Pause räumte Ricci seinen Platz für Rebsamen, der damit zu seinem ersten Meisterschaftseinsatz kam.
Auch der Start ins Schlussdrittel misslang. Gerade einmal eine halbe Minute war gespielt, als die Pumas die Pfanni-Abwehr mit einem schönen Angriff ausspielten. In der Mitte blieb Moser zu viel Raum, den er zum 5:3 nutzte.
Wenig später musste Benedikt Hrebenar wegen Stockschlags auf die Strafbank. Nachdem zuvor auf beiden Seiten einiges laufen gelassen worden war, gab es damit die erste Strafe des Nachmittags. Pfanni überstand die Unterzahl und suchte weiter den Anschluss. Die Pumas konzentrierten sich inzwischen darauf, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und Zeit von der Uhr zu nehmen.
Als Kai Curty ebenfalls für zwei Minuten rausmusste, gelang Pfanni ausgerechnet in Unterzahl der nächste Treffer. Aurelian Emmenegger tankte sich auf Zuspiel von Hrebenar durch die Mitte und verkürzte auf 4:5. Damit war die Hoffnung auf Punkte zurück.
Kurz darauf bot sich mit der Strafe gegen Nevio Krismer sogar die Gelegenheit zum Ausgleich in Überzahl. Doch auch diese Chance blieb ungenutzt. Pfanni erhöhte den Druck und kam dem Ausgleich nochmals ganz nahe, als Marc Weber nur den Pfosten traf. Für die Schlussphase wich Rebsamen einem sechsten Feldspieler. Es folgte das Déjà-vu aus dem Spiel gegen Ad Astra: Kurz nach dem Herausnehmen des Torhüters landete der Ball im leeren Pfanni-Tor. Sven Thörig besiegelte den 6:4-Schlussstand.
So blieb die Enttäuschung über ein Spiel, in dem mehr drinlag. Die Pumas nutzten ihre Möglichkeiten konsequenter, während Pfanni sowohl den vergebenen Chancen als auch den vermeidbaren Gegentoren nachtrauern musste. Mit der Niederlage rutschten die Herren 2 auf Rang neun in die Abstiegszone. Am kommenden Wochenende wartet zu Hause Embrach. Auch das wird eine anspruchsvolle Aufgabe. Die nächste Gelegenheit, endlich wieder einen Sieg einzufahren, ist damit aber bereits in Sicht.
Wir gratulieren den Pumas zum Sieg und bedanken uns für das Spiel.