Die Herren 2 müssen sich auch im zweiten Saisonspiel geschlagen geben. Gegen den ESV Eschenbach kommt Pfanni nach einem verschlafenen Start und einem zwischenzeitlichen 1:6 nochmals auf 4:6 heran. Für Punkte reicht die späte Aufholjagd allerdings nicht. Die Gäste setzen sich am Ende verdient mit 7:4 durch.
In Abwesenheit von Headcoach Patrick Schneider übernahmen am Samstag Nino Stiel und Kevin Schmocker das Kommando. Letzterer unterstützte sein ehemaliges Team diesmal also von der Spielerbank aus. Viel Grund zur Freude bekam er vorerst allerdings nicht.
Pfanni wirkte zu Beginn müde und geriet bereits in der dritten Minute in Rückstand. Faé traf mit einem sehenswerten Distanzschuss zur verdienten Führung der Gäste. Danach flachte die Partie etwas ab, Eschenbach blieb aber die spielbestimmende Mannschaft. Mit schönen Kombinationen und zahlreichen Abschlüssen beschäftigten die Gäste die Pfanni Defensive und stellten Giovanoli im Tor mehrfach auf die Probe. Dieser konnte sich einige Male auszeichnen, musste sich rund fünf Minuten vor der Pause aber erneut geschlagen geben. Weibel vollendete eine gelungene Kombination auf Zuspiel von Feer zum 0:2. Kurz vor Drittelsende fand Gehrig dann Rüttimann, der direkt abzog. Giovanoli war noch dran, konnte das 0:3 aber nicht verhindern.
Für den zweiten Abschnitt war mehr Mut und Druck gefragt. Mit dem zusätzlichen Tatendrang nahm es Pfanni zunächst allerdings etwas zu genau. Erst musste Damian Schmocker wegen eines Stockschlags auf die Strafbank, wenig später folgte Eric Müntener nach einem überharten Körpereinsatz. Die Box stand zwar gut und überstand beide Strafen schadlos, die ersten Minuten waren damit aber hauptsächlich mit Verteidigen verbracht.
Etwa zur Spielhälfte erhöhte Koller auf 0:4, ehe sich endlich auch die Heimherren auf der Anzeigetafel bemerkbar machten. Nach einem schönen Angriff gelangte der Ball zu Marc Weber, der den freien Theo Frischknecht fand. Dieser verwertete zum ersten Pfanni Treffer des Abends. Noch vor der zweiten Pause stellte Eschenbach den alten Abstand allerdings wieder her. Rüttimann traf nach einem Zuspiel von Bühlmann per Volley zum 1:5.
Auch für das Schlussdrittel hatte sich Pfanni einiges vorgenommen. Das nächste Tor erzielten trotzdem wieder die Gäste. Kurz nach Wiederbeginn erhöhte Gehrig auf 1:6 und sorgte damit vermeintlich bereits für die Vorentscheidung.
Ganz geschlagen geben wollten sich die Herren 2 aber noch nicht. Kurz darauf traf Benedikt Hrebenar auf Zuspiel von Curty in die kurze Ecke zum 2:6.
Als Hager wenig später als erster Eschenbacher auf die Strafbank musste, schlug Big-Ben gleich nochmals zu. Auf Pass von Huder erwischte er ESV Schlussmann Imfeld erneut in der kurzen Ecke. Der Torhüter war zwar noch am Ball, dieser holperte dennoch zum 3:6 über die Linie. Ein weiteres Powerplay nach einer Strafe gegen Feer blieb ungenutzt. Kurz nach dessen Ablauf brachte Andri Willi den Ball nach einem Zuspiel in die Mitte aber zum 4:6 über die Linie. Rund zehn Minuten vor Schluss war damit plötzlich wieder etwas möglich.
Pfanni war nun am Drücker und zeigte endlich jene Präsenz, die zuvor zu lange gefehlt hatte. Eine Strafe gegen Curty bremste die Aufholjagd zwar, doch auch dieses Boxplay überstanden die Herren 2 ohne Gegentreffer. Anschliessend wollte man nach einem Timeout mit einem sechsten Feldspieler nochmals alles versuchen. Beim Zählen war Pfanni dann allerdings etwas zu offensiv unterwegs. Sieben waren einer zu viel, und statt weiter Druck zu machen, fand man sich rund drei Minuten vor Schluss wegen eines Wechselfehlers erneut in Unterzahl wieder.
Auch diese Strafe blieb ohne Gegentor, kostete aber wertvolle Zeit. Beinahe wäre in Unterzahl sogar noch der Anschlusstreffer gelungen, doch Hrebenar traf nur die Latte. Rund 30 Sekunden vor Schluss machte Gehrig schliesslich den Sack zu. Nach einem Pass von Bühlmann schob er ins Tor zum 4:7 ein.
Die Erkenntnis aus diesem Abend ist ziemlich eindeutig: Wer die erste halbe Stunde verschläft, macht sich das Punkten unnötig schwer. Das Schlussdrittel zeigte gleichzeitig, dass Pfanni auch gegen einen solchen Gegner Tore erzielen und Druck aufbauen kann. Dafür braucht es beim nächsten Mal aber keine fünf Tore Rückstand als Weckruf, sondern 60 Minuten, in denen man von Anfang an bereit ist.
Wir bedanken uns bei Eschenbach für das spannende Spiel und gratulieren zum Sieg. Weiter geht es am Sonntag, 27. September, mit dem ersten Auswärtsspiel der Saison. Um 20 Uhr treffen die Herren 2 in der Turnhalle Ehret auf den Erstliga-Absteiger Einhorn Hünenberg.