Der UHC Pfannenstiel bestreitet am kommenden Wochenende die erste Doppelrunde der Saison und trifft dabei auf die beiden meistgenannten Gruppenfavoriten. Am Samstag, 26.09.2026 gastiert mit Unihockey Basel Regio der Absteiger aus der höchsten Liga in der 3-fach Kirchwies in Egg. Spielbeginn ist um 18:00 Uhr. Tags darauf am Sonntag, 27.09.2026 reist der UHC Pfanni ins schöne Berner Oberland zum NLB-Qualifikationssieger der letzten beiden Jahre dem UHC Thun. Spielbeginn ist dabei um 17:00 Uhr in der berühmtberüchtigten MUR-Halle in Thun.
Zwei grosse Herausforderungen für den UHC Pfannenstiel, wo jeder Spieler beweisen kann, was wirklich in ihm steckt. Der Vorteil dabei ist, dass die Zürcher Oberländer dabei nichts zu verlieren haben und mit viel Herzblut unbeschwert aufspielen können.
Pfanni freut sich auf viele Fans, die das Team in der heimischen Kirchwies und am wunderschönen Thunersee (Anmeldung für Carfahrt über den Fanshop) unterstützen.
Unihockey Basel Regio
Mit Unihockey Basel Regio gastiert ein echtes Schwergewicht in der 3-fach Kirchwies in Egg. Die Nordwestschweizer mussten im vergangenen Frühjahr nach einer dramatischen Playout-Serie gegen Floorball Chur United den bitteren, Gang zurück in die Nationalliga B antreten. Doch anstatt in Trübsal zu versinken, haben die Basler die Mission „Direkter Wiederaufstieg“ ausgerufen. An der Bande zieht neu ein altbekanntes Gesicht die Fäden: Der langjährige sportliche Leiter Antti Peiponen hat das Traineramt übernommen und will mit einer dominanten Spielphilosophie das Team zurück ins Oberhaus bringen.
Dass mit den Baslern in dieser Liga absolut zu rechnen ist, untermauerten sie bereits zum Saisonauftakt eindrücklich. Mit einem eindrücklichen 7:0-Erfolg gegen den UHC Grünenmatt setzte Basel ein dickes Ausrufezeichen an die Konkurrenz, gefolgt von einem souveränen Einzug in den Cup-Achtelfinal gegen die Iron Marmots Davos-Klosters. Auch in Spiel 2 gegen die stark eingeschätzten Fribourger liessen die Basler beim 8:4 nichts anbrennen.
Das Prunkstück der Basler ist zweifellos die grosse individuelle Qualität, die trotz des Abstiegs gehalten werden konnte. Die Mannschaft wird angeführt von einer der prägendsten Figuren des Schweizer Unihockeys: Dem langjährigen Nationalspieler Patrick Mendelin. Zusammen mit Captain Dennis Kramer und dem starken Rückhalt Claude Feigenwinter steht er für die grosse Routine im Kader. Für die internationalen Akzente im Spiel sorgt das Quartett um den finnischen Defensivstrategen Jonne Junkkarinen, den erfahrenen schwedisch-thailändischen Doppelbürger Alexander Rinefalk, sowie die beiden Stümer Roni Laasonen und Albin Hedstal.
Basel reist also mit der klaren Favoritenrolle und viel physischer Präsenz im Gepäck an den Egger Hausberg.
Für den UHC Pfannenstiel kommt die Partie einer klassischen Reifeprüfung gleich. Beim Namen Basel hat Pfanni aber grundsätzlich gute Erinnerungen. In der NLB-Saison 2018/2019 resultierten zwei hauchdünne Niederlagen mit je einem Tor. Anschliessend trafen sich die beiden Teams nur noch in zwei denkwürdigen Cup-Partien, die die Geschichte von Pfanni prägten. Im November 2023 reiste die Pfanni-Armada nach Basel für den Cup-Viertelfinal, der mit 3:6 verloren ging – die Eindrücke, die Emotionen und der bedingungslose Support der Fans, werden aber immer im Pfanni-Herz bleiben. Ein Jahr später, im August 2024, war die Zeit dann aber gekommen und Pfanni warf den grossen Favoriten mit 6:5 aus dem Cup – unvergessen dabei die beiden sensationellen Tore von Nideröst, die den Weg zur Sensation ebneten.
Pfanni hat also nichts zu verlieren und wird alles daran setzen dem Absteiger die ersten Punkte abzuluchsen. Dafür braucht es von den Zürcher Oberländern ein defensives Bollwerk, eiskalte Effizienz und ganz viel rot-schwarzer Support von den Fans.
UHC Thun
Der UHC Thun erlebte eine emotionale und turbulente vergangene Saison. Zwar verpassten die Berner Oberländer im Frühjahr nach einem erneut souveränen Qualifikationssieg den Wiederaufstieg in die L-UPL knapp im Playoff-Final gegen die Kloten-Dietlikon Jets und später in den Auf-/Abstiegsspielen gegen Floorball Chur United, doch für die neue Spielzeit stehen die Zeichen erneut voll auf Angriff. An der Bande gab es dabei einen prominenten Wechsel: Der langjährige Headcoach Adrian Saurer trat im Sommer zurück (und wurde zum Ehrenmitglied ernannt). Seine Nachfolge hat der international erfahrene Finne Jyri Korsman angetreten, welcher der Mannschaft neuen Schwung verleihen soll.
Der Saisonstart 2026/2027 ist den Thunern bereits nach Mass geglückt: Zum Auftakt feierten sie einen 8:5-Sieg gegen den UHC Lok Reinach und zogen am darauffolgenden Tag mit einem souveränen 9:1-Erfolg gegen die Unihockey Rheintal Gators in den Cup-Achtelfinal ein. Auch in Runde 2 gaben sie sich gegen den UHC Grünenmatt keine Blösse und gewannen souverän mit 9:4.
Die spielstarken und ballsicheren Thuner können weiterhin auf einen enorm bereiten Kader zählen – und dies komplett ohne ausländische Verstärkungsspieler. Die Kontinuität im Berner Oberland wird grossgeschrieben, punktuell verstärkt mit hochkarätigen Zuzügen wie Tim Aebersodl (von Floorball Köniz Bern) oder Marc-André Vogt (SV Wiler-Ersigen). Neben Routiniers wie Captain Reto Graber, Nicolas Ammann, den beiden treffsicheren Brüdern Jonas Ruch und Luca Ruch und U19-Nationalspieler Janis Reusser verfügt Korsman über eine grosse Auswahl an weiteren sehr talentierten "Eigengewächsen" wie Lorin Aeschlimann, Lukas Benz oder Gian-Noah Lüthi.
Auch auf der Torhüterposition ist das Team mit dem bewährten Duo Mathias Juon und Maurice Weber erstklassig besetzt.
In den vergangenen beiden Saisons behielten die Thuner in allen vier Direktbegegnungen die Oberhand, insbesondere in Thun wurde Pfanni mit 10:2 und 10:4 zwei Mal regelrecht aus der Halle geschossen. Die Zürcher Oberländer haben also noch eine Rechnung offen und wollen alles dafür tun dem Titelfavoriten vor heimischer Kulisse ein Bein zu stellen und eine Überraschung zu bewerkstelligen – dafür muss allerdings bezüglich Einsatz, Konzentration, Disziplin und Wille alles zusammenpassen.
PS: Detaillierte Informationen zum Herren NLB-Team und zur bevorstehenden Saison gibt’s zudem noch in der NLB-Saisonbroschüre.