Das Herren-Kleinfeld-Team zeigt im Cup eine starke Partie und verliert letztendlich sehr unglücklich mit 13:14 gegen das höherklassige UHT Rapperswil-Jona. Unglücklich vor allem, da das Ausgleichstor mit der Schlusssirene nachträglich annulliert wurde – ein regeltechnischer Fehler, der einen Protest des UHC Pfannenstiel nach sich zog – Erfolgsaussichten offen.
Das 2.Liga-Team aus der Rosenstadt startete mit viel Ballkontrolle und noch mehr Geduld ins Spiel und konnte so zu Beginn das Zepter in die Hand nehmen. In der 4. Minute gelang die verdiente 1:0 Führung durch den Finnen Kuittinen und in der 7. Minute war es Rüegg, der auf 2:0 erhöhen konnte. Pfanni spielte zu Beginn etwas verhalte, teils sogar ängstlich. Dies zeigte sich auch im ersten Powerplay – die Durchschlagskraft fehlte noch etwas und den Abschlüssen mangelte es an Präzision. Die sollte sich erst in der 15. Minute mit einen Blockwechsel ändern. Hafner, der neu im Spiel war, traf gleich mit seiner ersten Ballberührung herrlich zum Anschlusstreffer. Dieses Tor löste den Knoten und Pfanni konnte bis zur Pause durch weitere Tore von Murk, Stuber und Würmli das Spiel drehen und in Führung gehen. Da auch die Rapperswiler noch ein Mal trafen hiess es 4:3.
Der Start in den mittleren Abschnitt gelang den Gästen besser. Mit zwei Toren innert drei Minuten konnten sie die Führung wieder an sich reissen, doch Pfanni war nicht klein zu kriegen und die Reaktion eindrücklich. Kyburz, Murk und Hafner brachten die rot-schwarzen mit 7:5 in Front. Nach diesem Höhenflug, folgte aber postwendend der Tiefflug. Innert gut 3 Minuten musste Pfanni 4 (!) Gegentore hinnehmen und so hiess es plötzlich 7:9. Bis zur zweiten Pause trafen beide Teams noch zwei Mal – für Pfanni Hafner und Bachofner – und so sah sich Pfanni einem 9:11-Rückstand gegenüber.
Dieser wurde aber gleich zu Beginn des Drittels durch Kyburz und Würmli ausgeglichen. Es war eine spannende, abwechslungsreiche Partie auf Augenhöhe und auch die Stimmung war dank vielen Zuschauern und «Pauken-Pepe» wunderbar. Die Rapperswiler konnten bis zur 55. Minute wieder um zwei Längen vorlegen. Pfanni reagierte mit dem Time-Out, in dem die Schlussoffensive eingeläutet wurde. Kyburz verkürze, doch Koller stellte den Zweitore-Vorsprung wieder her. 42 Sekunden vor Schluss zappelte der Ball bei 4 gegen 3 wieder im Tor, Kälin liess sich feiern. Die Ereignisse überschlugen sich. Pfanni-Hüter Ronner parierte einen Strafstoss und dann folgte eben das ominöse (Nicht-)Tor mit der Schlusssirene. Alle stellten sich nach dem Tor auf die Verlängerung ein und auch die Zuschauer freuten sich, dass dieses dramatische Spiel eine Zusatzschlaufe erhielt – doch der Jurytisch und der Schiedsrichter sahen dies anders und so wurde diesem Spiel der Höhepunkt geraubt. Stattdessen wurde Seitens Pfanni ein Protest eingereicht, da das Tor innerhalb der Zeit fiel, aber auf Grund eines Ereignissens gut 30 Sekunden früher wieder annulliert wurde. Ob der Protest eine Chance hat wird sich zeigen, gemäss Reglement war der Entscheid in jedem Falle nicht korrekt.
Unabhängig von diesem Schluss hat sich das Team aber einen Applaus verdient – denn es hat mit viel Leidenschaft eine spannenden Partie geliefert und über 4 Linien überzeugt. Die Zuschauer hatten sichtlich Spass. Schade war sicherlich, dass der Start etwas verschlafen wurden und die 4 Tore in kurzer Zeit im Mitteldrittel haben auch geschmerzt.
Pfanni darf aber stolz sein und viele positive Emotionen mit in die bald beginnende Saison nehmen.
Ein Dank gebührt noch den zahlreichen anwesenden Fans.