Wie bereits im vergangenen Jahr (4:7) durfte der UHC Pfannenstiel in der Vorbereitung beim grossen Nachbar UHC Uster in der Sporthalle Buchholz in Uster antreten. Die Vorzeichen waren allerdings schon nicht ganz gleich, da sich Pfanni nach dem im Sommer vollzogenen Komplettumbruch noch in der «Findungsphase» befindet und in diesem Spiel auf Grund von Absenzen auf insgesamt 5 Spieler zurückgriff, die im April nach an den Aufstiegsspielen der U18C teilnahmen.
Pfanni zeigte aber eine äusserst starke und solidarische Leistung und konnte den UHC Uster mehr fordern als ihm wohl lieb war, letztendlich resultierte eine ehrenvolle 3:6-Niederlage.
Pfanni konnte das erste Bully gewinnen und dann gleich einige saubere Pässe spielen, was dem Team sicherlich eine gewisse Anfangssicherheit gab. In der 3. Minute hatte dann jedoch Uster die erste gute Abschlussmöglichkeit und hämmerte den Ball nach einem Ballverlust von Pfanni aber an den Pfosten. In der 7. Minute durfte der Höherklassige das erste Mal jubeln. Nach einem Pass in den Slot trafen sie volley am chancenlosen Schindele im Pfanni-Tor zum 1:0-Führungstreffer. Pfanni fokussierte sich zu Beginn mehrheitlich auf saubere Defensivarbeit und traute sich nach und nach dann mehr zu. In der 10. Minute hatte Ernst den ersten Pfanni-Abschluss. Kurze Zeit später zappelte der Ball jedoch auf der Gegenseite zum 2:0 in den Maschen, nach dem die Blockarbeit ungenügend ausgeführt wurde. Pfanni konnte aber umgehend reagieren. Zehnder spielte einen wunderbar abgedeckten Ball millimetergenau in den Lauf weiter zu Nufer, der den Torhüter zwischen den Hosenträgern hindurch zum 1:2-Anschlusstreffer erwischte. Dies war zugleich das Pausenresultat vor überraschend vielen Zuschauern in der Buchholz.
Der Start ins Mitteldrittel war dann nicht ganz nach dem Gusto der Gäste. Ein unglücklicher Wechsel seitens Pfanni brachte die Einheimischen in eine gute Abschlussposition, die sie eiskalt zum 3:1 ausnutzten. Erneut konnte Pfanni knapp zwei Minuten später reagieren. Willi legte ab zu Kreienbühl, der Pfanni zum zweiten Mal jubeln liess. Der Jubel blieb aber förmlich im Halse stecken, konnte Uster doch mit einem Distanzschuss postwendend wieder auf 4:2 davonziehen. In der Folge konnte sich Pfanni einige Male beim prächtig aufgelegten Schindele bedanken, der viele Abschlüsse souverän zunichtemachte – er zeigte ein ganz starkes Spiel. In der 38. Minute konnte Pfanni in Überzahl auflaufen und brauchte keine Minute um den Anschluss zu bewerkstelligen. Van Welie fand nach einer schönen Kombination den einschussbereiten Ernst, der sehenswert auf 3:4 verkürzen konnte. Leider konnte dieses Resultat nicht in die Pause gebracht werden. Ein Ballverlust in der Defense nutzte Uster mittels Drehschuss zum 5:3 nur 12 Sekunden vor dem Pausentee – ärgerlich.
Auch im letzten Drittel konnte Pfanni überraschend gut gegenhalten, auch wenn sie auf Grund des höheren Forecheckings doch mehr unter Druck gerieten. In der 46. Minute überstanden sie ein Boxplay, mussten dann aber nur Sekunden nach Ablauf der Strafe doch das 3:6 hinnehmen. Es sollte trotz Chancen auf beiden Seiten das Endresultat bleiben. Während Uster immer wieder an Schindele scheiterte, war Pfanni bei seinen Chancen zu wenig präzise und zwingend.
Alles in allem konnte Pfanni mit dem Gezeigten aber hochzufrieden sein, wurde doch auf Grund der Umstände mit allem gerechnet. Pfanni zeigte aber eine äusserst solidarische, kämpferische und auch disziplinierte Leistung – alles Eigenschaften, die nun auch zwingend ins Training und dann in die Meisterschaft übertragen werden müssen. Insbesondere machten auch die Jungen Felix Bachmann, Levin Gloor, Simon Nufer, Jonas Reding und Andri Will grosse Freude, spielten unbekümmert auf und zeigten, dass sie im aktuellen NLB-Team definitiv für frischen Wind gut sind und sich für mehr aufdrängen wollen.
Herzlichen Dank an den UHC Uster für dieses Möglichkeit und das faire Spiel und den beiden Schiedsrichtern Dimitri Kink und Andreas Por für die souveräne Spielleitung.