Der UHC Pfannenstiel muss weitere Abgänge von arrivierten Kräften vermelden. Nach zuletzt drei Stürmern betrifft es dieses Mal vier Verteidiger. Sven Bier (33-jährig, 283 Spiele), Fabian Scheuner (30-jährig, 207 Spiele), Marco Hurni (28-jährig, 64 Spiele) und Marco Klauenbösch (29-jährig, 45 Spiele) werden das Pfanni-Fanionteam verlassen und kürzertreten.
Während die beiden erstgenannten noch fürs Herren 5-Kleinfeld-Team auf Punktejagd gehen werden, werden die beiden letztgenannten den Unihockeystock ganz an den berühmt berüchtigten Nagel hängen.
Sven Bier ist ein Pfanni-Urgestein durch und durch. Er startete seine Unihockey-Karriere damals in Oetwil am See, ehe er den Verein als hochmotivierter Pfanni-Junior Richtung GC Unihockey verliess. Nach einigen Jahren beim Stadtclub und anschliessend einer Saison beim UHC Uster kehrte Bier in der Saison 2011/2012 zur grossen Freude zurück zum UHC Pfannenstiel. Sein erstes Herren 1-Spiel war vor 14 Jahren am 10. März 2012 gegen United Toggenburg. Ab der Saison 2013/2014 war er dann fester Bestandteil des Herren-Fanionteams und hatte in den folgenden Jahren massgeblichen Anteil an den unzähligen Erfolgen der Zürcher Oberländer – ob Cup-Schlachten, Playoffs oder Aufstiegsspiele, auf ihn war immer Verlass. Er ist auf Grund seiner Gewissenhaftigkeit, seiner Konstanz, seiner Hartnäckigkeit und seines Willens ein unverzichtbarer Wert in der Pfanni Defensive und auch ein Lieblingsspieler jedes Trainers.
So sind bis zum heutigen Tage sagenhafte 283 Spiele (Rang 4 der ewigen Rangliste) mit 49 Toren, 64 Assist und 113 Punkten zusammengekommen – doch viel mehr Wert als diese Zahlen waren seine Leistungen auf und neben dem Feld für den UHC Pfannenstiel – Bier war, ist und wird immer eine der grössten Identifikationsfiguren des UHC Pfannenstiels bleiben.
Er selber blickt mit viel Dankbarkeit auf all die Jahre zurück: „Es war eine unglaubliche Zeit, die ich in diesem Team erleben durfte - Die sportlichen Highlights, die über die Jahre zusammen gekommen sind waren grossartig. Die Entwicklung mitzuerleben aus der 2. Liga in die NLB, wie auch Cup-Spiele gegen NLA-Teams, die wir immer wieder fordern konnten - eventuell auch mal überfordern. In dieser Zeit sind viele Freundschaften entstanden, die weit über den Sport hinaus gehen - was für mich der Grundstein für die Erfolge des Teams waren. Ich freue mich nun als Fan weitere Erfolge des Teams miterleben zu dürfen.“
Der zweite Abgang betrifft Fabian Scheuner. Sein Weg führte ihn in der Saison 2016/2017 von den Junioren des UHC Uster an den Pfannenstiel, wo er gleich in seiner ersten Saison völlig überraschend den Aufstieg in die Nationalliga B mitfeiern durfte. Er ist im Übrigen neben Sven Bier noch der einzige verbliebene Held des damaligen Aufstiegsteams.
In der Zwischenzeit sind eindrückliche 207 Spiele zusammengekommen in denen sich der kampfstarke Verteidiger 18 Tore, 14 Assist und 32 Punkte gutschreiben liess und auch 78 Minuten auf der Strafbank verweilen musste. In der Pfanni-Geschichte belegt er damit den 17. Rang bezüglich Anzahl Spielen. Scheuner ist mit seiner vorbildlichen Einstellung, seinem Kampfgeist und seinem ausgeprägten Teamgedanken auf dem Feld und seiner lockeren, umgänglichen und teamdienlichen Art neben dem Feld über all die Jahre ein unverzichtbarer Wert im Pfanni-Kollektiv geworden und hat so auch eine Generation mitgeprägt und grossen Anteil den diversen Erfolgen gehabt.
Scheuner blickt emotional auf die vielen Pfanni-Jahre zurück: „Bereits bei meiner Ankunft am Pfannenstiel wurde ich super im Team und im Verein aufgenommen, sodass ich schon nach kurzer Zeit ein neues Zuhause gefunden habe. Über all die Jahre mit diversen Erfolgen ist mir jedoch vor allem eines geblieben, das Bild einer gefüllten Kirchwies - oder auch das einmalige Erlebnis im Cup bei Basel - mit hunderten Fans, die einem unterstützen und durch ein Spiel oder eine ganze Playoff-Serie tragen - mit voller Energie und Leidenschaft dabei sind und Pfanni zu dem machen was es ist, ein Verein wie eine grosse Familie! All den Menschen, die das ermöglichen bin ich extrem dankbar. Speziell meine langjährigen Teamkollegen und die beiden Trainern Marc und Chrigi haben eine Atmosphäre geschaffen, die es so nur bei Pfanni gibt und an die ich mich immer gern zurückerinnern werde. Jetzt freue ich mich das Ganze auch einmal aus einer anderen Perspektive von der Tribüne aus miterleben und mitfiebern zu dürfen und selbst mit vielen alten Pfanni-Legenden im Herren 5 Teil des Vereins zu bleiben.“.
Auch von Marco Hurni muss sich der UHC Pfannenstiel verabschieden. Nach einer Verletzung trat Hurni beim UHC Uster vom Spitzensport zurück und gab im November 2023 nach 18-Monaten-Pause überraschend sein Comeback beim UHC Pfannenstiel in der 1.Liga. Sein erstes Spiel war damals das Cup-1/4-Finale auswärts gegen Unihockey Basel Regio – ein denkwürdiges Spiel mit unglaublichem Fan-Support, dass sich in die Analen des UHC Pfannenstiel eingebrannt hat.
Hurni war durch seine smarte und wohlüberlegte Spielweise von Beginn an eine grosse Verstärkung und brachte auch durch seine Ruhe und seine Spielübersicht einen grossen Mehrwert ins Spiel der Zürcher Oberländer. Er absolvierte in seinen 3 Saisons insgesamt 64 Spiele und liess sich 5 Tore und 19 Assists gutschreiben – sein wichtigstes Tor erzielte er dabei wohl im Playoff-Final gegen Bülach Floorball, als er den entscheidenden Penalty verwandelte und die Kirchwies-Halle zum Explodieren brachte – ein unvergesslicher Moment.
3 Jahre am Pfannenstiel die Hurni prägten, wie er sagte: „Die Pfanni-Familie hat mich nach meinem Comeback wundervoll aufgenommen und wir konnten einige grosse Erfolge feiern. Die gemeinsame Zeit wird bei mir immer einen speziellen Platz im Herzen haben. Es war mir eine grosse Freude zusammen mit den Fans und insbesondere mit meinen Trainern und Mitspielern Woche für Woche das Beste zu geben. Ich bin jedoch sicher, dass Pfanni auch in Zukunft für grosse Momente sorgen wird.“.
Mit Hurni verliert Pfanni nicht nur einen der spielstärksten Verteidiger der gesamten Nationalliga B, sondern auch einen unglaublich wertvollen und teamdienlichen Mitspieler. Er wird sich fortan voll und ganz auf seine berufliche Karriere fokussieren.
Last but not least sagt auch Marco Klauenbösch “Tschüss”. Der 29-jährige begann seine Karriere beim UHC Dietlikon, spielte dann bei den Kloten-Dietlikon Jets, HC Rychenberg Winterthur und dem UHC Uster, ehe er im Juni 2024 den Weg an den Pfannenstiel fand. In seinen beiden NLB-Saisons bei Pfannenstiel absolvierte er 45 Spiele und liess sich 9 Punkte gutschreiben. Sicherlich hätte er sich selber höhere Skorerwerte gewünscht, doch für Pfanni war dies nicht so wichtig, stabilisierte er doch durch seine grundsolide Defensivarbeit die Verteidigung merklich und hatte so grossen Anteil an der tiefen Gegentorquote die Pfanni zweimal in die Playoffs der zweithöchsten Liga brachte.
Klauenbösch war für Pfanni durch seine Teamfähigkeit, seine Erfahrung, seine Robustheit, seine Kreativität und seine polyvalente Einsetzbarkeit eine wertvolle Verstärkung, die nun fehlen wird.
Klauenbösch selber blickt auf seine beiden letzten Unihockeyjahre mit folgenden Worten zurück: „Ich bin unglaublich dankbar für die zwei Jahre bei Pfannenstiel. Es war eine wunderschöne und intensive Zeit mit einem grossartigen Team, das mir sehr ans Herz gewachsen ist. Gemeinsam durften wir viele besondere Momente und Erfolge feiern, die ich nie vergessen werde. Diese Zeit wird für mich immer einen ganz speziellen Platz behalten“.
Pfanni verliert mit diesen Vieren nicht nur leidenschaftliche Unihockeyspieler, die Pfanni die letzten Jahre verkörpert haben, sondern auch wunderbare Menschen und Freude, die den Pfanni-Spirit von der ersten Sekunden an verinnerlicht und gelebt haben. Dafür kann der Verein nur von Herzen Danke sagen und allen auf ihrem weiteren Weg nur das Allerbeste wünschen. Die hinterlassenen Lücken sind gross, aber es werden Jüngere in die Bresche springen, Verantwortung übernehmen und ihren zurückgetretenen Vorbilden nacheifern.