Nach sagenhaften 8 Saisons, 4 davon in der Nationalliga B, wird Marc Werner den UHC Pfannenstiel auf eigenen Wunsch leider verlassen. Den Rücktritt vom Unihockey-Sport gibt auch sein Assistent Gabor Büsser, der sich nach einer intensiven Saison nun anderen Dingen abseits des Unihockeys widmen möchte. Wie die Trainer-/Staff-Situation in der kommenden Saison am Pfannenstiel aussehen wird, ist aktuell noch offen bzw. in Klärung – verschiedene Anfragen und Gespräche sind am laufen.
Marc Werner hat nach dem ersten NLB-Aufstieg von Pfanni in der Saison 2016/2017 das Team übernommen und völlig überraschend zum Ligaerhalt geführt (übrigens seine erste wirkliche Trainerstation), leider gelang dieses Unterfangen in der zweiten Saison trotz grossen spielerischen Fortschritten nicht mehr und es folgte der Gang zurück in die 1.Liga. Werners Weg führte daraufhin für eine Saison zum UHC Uster, ehe er auf die Saison 2020/2021 an den Pfannenstiel zurückkehrte. Was dann folgte, war ein Höhenflug par excellence. Unter seiner Führung erreichte das Team drei Mal in Folge den Playoff-Final und schaffte in der Saison 2023/2024 nach dem 1.Liga-Meistertitel auch den ersehnten Wiederaufstieg in die Nationalliga B. In der zweithöchsten Schweizer Liga erreichten die Zürcher Oberländer zwei Mal in Folge die Playoffs, zuerst die Halbfinals und diese Saison scheiterten sie denkbar knapp in der Verlängerung des Viertelfinal-Entscheidungsspiels am späteren Aufsteiger Kloten-Dietlikon Jets. Neben all diesen Erfolgen waren auch unzählige erfolgreiche und geschichtsträchtige Cup-Schlachten Highlights in der Vereinsgeschichte.
All diese Erfolge brachten Werner zusammen mit seiner Ausbildung zum Berufstrainer auch verdientermassen ein Engagement als Schweizer U17-Nationaltrainer ein. Auch dem Verband blieb also seine akribische, gewissenhafte Arbeit, sein technisches Knowhow, seine Detailversessenheit und seine Menschlichkeit nicht verborgen.
Für den UHC Pfannenstiel war Marc Werner in all den Jahren ein echter Glücksfall und es passte einfach auf vielen Ebenen zusammen. Werner blickt wie folgt auf all seine Jahre am Pfannenstiel zurück: „Nach über acht Jahren als Trainer von Pfanni ist für mich der Moment gekommen, Abschied zu nehmen. Ich blicke mit grosser Dankbarkeit auf eine intensive und erfolgreiche Zeit zurück – geprägt von einem einzigartigen Team, grossem Vertrauen im Verein und aussergewöhnlicher Unterstützung durch unsere Fans. Besonders stolz macht mich, dass der Pfanni-Spirit über all die Jahre gelebt wurde: Erfolg durch Freude und Zusammenhalt. Die vielen unvergesslichen Momente werden mir für immer bleiben. Pfanni und die Kirchwies werden für mich immer ein sportliches Zuhause sein. Ich werde den Verein weiterhin als Fan verfolgen und unterstützen.“
Neben Werner wird auch Gabor Büsser das Team definitiv verlassen. Büsser wechselte in der Saison 2022/2023 von den Iron Marmots Davos-Klosters an den Pfannenstiel und war mit seiner offenen, hilfsbereiten und kollegialen Art von Beginn an ein echter Gewinn für das Team und den ganzen Verein. Nach 3 Saisons, 53 Spielen und 14 Punkten musste der Stürmer aus Wetzikon seine Karriere auf dem Feld wegen einem Kreuzbandriss beenden und wechselte vergangene Saison in den Staff. Auch in dieser neuen Position gewann Büsser mit seiner Fürsorglichkeit und seiner positiven Art rasch die Herzen der Spieler und war eine äusserst wichtige Komponente bei der Integration all der neuen Spieler und beim Weitergeben der Pfanni-Werte.
Büsser blickt mit Wehmut auf seine 4 Jahre bei Pfanni zurück: „Ich hatte das Glück, Pfanni als Spieler und als Trainer zu erleben. Viele unglaubliche Ereignisse mit einem eingeschworenen Team und Coachingstaff zu erleben war für mich eine wahre Freude. Ich genoss die vier Jahre mit Pfanni und möchte mich bei allen Freunden und Beteiligten bedanken. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge schaue ich in die Zukunft und sehe mich mit den langjährigen Kollegen auf der Tribüne die Jungs anfeuern.“.
Der UHC Pfannenstiel bedankt sich bei den beiden von Herzen für all die geleistete Arbeit, die vielen unvergesslichen Stunden und all die eindrücklichen gemeinsamen Erfolge – Erfolge für die Ewigkeit, die am Pfannenstiel definitiv keine Selbstverständlichkeit sind und es auch nie sein werden.
Es sind zwei Abgänge, die definitiv schmerzen und die nicht einfach bzw. gar nicht zu ersetzen sind. Es sind nicht nur sportlich grosse Verluste, sondern vor allem auch menschlich, da sie die Identität von Pfanni verkörperten und prägten.
Abschliessend möchten wir es nicht unterlassen nach 8 Jahren neben der Medienmitteilung auch die persönlichen Worte von Marc "Werni" Werner an den Verein und die Fans weiterzugeben:
Liebe Pfanni-Familie
Nach über 8 Jahren als Trainer von Pfanni heisst es für mich Abschied zu nehmen – Abschied von einem einzigartigen Verein, einem wunderbaren Team und grandiosen Fans.
In dieser Zeit durfte ich unzählige Geschichten erleben, die erst durch die Menschen, mit denen ich sie teilen durfte, wirklich unbezahlbar wurden. Ich möchte deshalb diesen Weg nutzen, um mich für all die Erinnerungen zu bedanken, die fest in meinem Herzen verankert sind.
Der grösste Dank gebührt natürlich dem gesamten Team und damit jedem einzelnen Mitglied, das seinen Anteil an den sportlichen und emotionalen Höhenflügen hatte. Über die Jahre hat sich die Mannschaft zwar immer wieder leicht verändert, der Pfanni-Spirit blieb jedoch stets bestehen und wurde gelebt: grösstmöglicher Erfolg und Spass – gemeinsam mit Freunden. Nur dank eurem Einsatz und eurer Hingabe war es möglich, bei Pfanni so viele schöne
Erfolge zu feiern. Eure Verbundenheit zum Verein und zum Team habt ihr jeweils auch nach eurem Abschied aus der ersten Mannschaft stets beibehalten und uns von der Tribüne aus unterstützt – in dieser Art und Weise einzigartig.
Weiter möchte ich mich beim gesamten Vorstand bedanken, insbesondere bei Renato Studer, für das Vertrauen. Auch in sportlich schwierigen Zeiten durfte ich stets darauf zählen – was im Leistungssport alles andere als selbstverständlich ist.
Dank dem grossartigen Support der Pfanni-Fans bei Heim-, wie auch Auswärtsspielen, entstanden diese einzigartigen Momente überhaupt erst, deren Erinnerungen mir noch heute Gänsehaut bereiten. Vorneweg Pauken-Pepe, der den Takt vorgab, die Familie Schättin, die uns lautstark nach vorne schrie (oder zumindest den Ball 😉), und natürlich viele weitere, die auch jedes Auswärtsspiel zu einem Heimspiel gemacht haben. Ihr alle hattet ein feines Gespür
dafür, wann wir als Team Unterstützung brauchten, und habt es geschafft, dass wir im entscheidenden Moment noch ein paar Prozente mehr auf das Spielfeld bringen und dadurch reüssieren konnten.
Was in der Kirchwies jeweils abging, war einzigartig und sucht im Schweizer Unihockey seinesgleichen. Exemplarisch dafür steht das minutenlange Feiern des Teams nach dem verlorenen Spiel 5 in der diesjährigen Viertelfinalserie.
Zu guter Letzt möchte ich mich bei Chrigi Maurer bedanken. Er hatte die Idee, einem jungen, unerfahrenen Trainer eine Chance zu geben, und ich konnte stets auf seine Unterstützung in allen Situationen zählen. Gemeinsam mit der grenzenlosen Kreativität von Florian Hafner machte er Pfanni zu dieser einzigartigen Adresse im Unihockeysport.
Ich habe bei Pfanni – und damit in der Kirchwies – mein sportliches Zuhause gefunden und werde den Klub weiterhin als grosser Fan verfolgen und unterstützen.
Denn:
Pfanni, das isch eusi Welt …
Marc