Die U18-Junioren des UHC Pfannenstiel durften nach dem souveränen Gruppensieg in der heimischen 3-fach Kirchwies in Egg die Aufstiegsspiele in die Stärkenklasse B bestreiten. Gegner in diesem 5er-Turnier waren dabei UHC Astros Rotkreuz, GC Unihockey II, Unihockey Gurmels und UHC Thun II. Der Modus war einfach, die ersten drei der Rangliste steigen auf und die Teams auf den Rängen 4 und 5 verbleiben in der Stärkenklasse C. Der UHC Pfanni gab sich dabei zu Hause keinerlei Blösse, fuhr vier mehrheitlich souveräne Siege ein und feierte den absolut verdienten Aufstieg – eine eindrückliche Leistung des Teams – da kann man nur gratulieren und den Hut ziehen!
Am Samstag um 15:00 Uhr ging es für Pfanni in der gut gefüllten Kirchwies los mit der Aufstiegsrunde gegen Unihockey Gurmels aus dem Fribourgerland. Die Anfangsnervosität war bei Pfanni nicht zu übersehen und so kam es, dass die Gegner bereits nach 85 Sekunden das 1:0 bejubeln konnten. Der Weckruf wurde von Pfanni verstanden und in der 10. und 11. Minute wendeten sie durch einen Doppelschlag und Tore von Nufer und Haubensak das Spiel. Die Westschweizer liessen sich aber nicht abschütteln und stellten kurz vor der Pause auf 2:2. Der Start in die zweite Halbzeit gelang dann Pfanni besser. Kull brachte die Einheimischen in der 23. Minute in Führung und diese Führung sollte bis zum Schlusspfiff nicht mehr abgegeben werden. Trotz Time-Out und der Herausnahme des Torhüters bei Gurmels änderte sich am Resultat nichts mehr und so konnte Pfanni den ersten wichtigen Sieg einfahren. Umso erfreulicher war es, dass sich mit Haubensak und Kull zwei U16-Junioren als Torschützen feiern lassen durften, was doch schon mal Hoffnung für die Zukunft macht.
Nach einem Spiel Pause ging es weiter gegen den UHC Thun II, welche sich im ersten Spiel (zu) klar geschlagen geben mussten. Pfanni startete gut und ging angetrieben von den eigenen Fans durch Straumann mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause konnte Nufer den Vorsprung auf zwei Tore ausbauen. Als die beiden U16-Junioren Kipfer und Kull in der 24. und 29. auf 3:0 respektive 4:0 erhöhen konnten, war die Messe bereits gelesen. Thun konnte zwar in der 35. Minute noch das Ehrentor erzielen, doch zu mehr reichte es nicht mehr. So konnte Pfanni auch das zweite Spiel für sich entscheiden, schloss den ersten Tag als Leader und als einziges Team verlustpunktlos ab – der Weg Richtung Aufstieg stimmte also zweifelsohne.
Nach einer Nacht Erholung ging es früh morgens am Sonntag um 10:00 Uhr weiter – doch von Müdigkeit keine Spur, immerhin wartete das Derby gegen GC Unihockey II. Die Halle war somit bereits früh gut gefüllt und die Stimmung dank beiden Fanlagern ohrenbetäubend. Der Start hätte für Pfanni besser nicht sein können. In der 4. Minute brachte Winistörfer seine Farben mit 1:0 in Front. Doch die Stadtzücher liessen sich davon nicht beirren und es entwickelte sich ein spannendes, intensives und abwechslungsreiches Spiel. Als in der 11. Minute Pfanni-Verteidiger Waespi auf die Strafbank musste, lag der Ausgleich in der Luft und nach 10:48 dann auch Tatsache. Gujer bezwang Pfanni-Torhüter Spörri in Überzahl. Doch die Antwort von Pfanni folgte postwendend. Erneut war es Winistörfer, der Pfanni keine zwei Minuten später wieder in Führung schoss. Mit diesem knappen 2:1 ging es dann auch in den Pausentee. Pfanni brauchte mindestens ein Unentschieden, um den vorzeitigen Aufstieg feiern zu können. Doch die Zürcher Oberländer wollten mehr, nämlich den Derbysieg. Das zeigte Nufer in der 24. Minute mit einem wunderschönen Tor zum 3:1 für den Organisator. GC reagierte in der 35. Minute, zog sein Time-Out ein und setzte fortan auf einen sechsten Feldspieler. Der Lohn für diesen Mut blieb aber aus, stattdessen war es 50 Sekunden vor Schluss U16-Junior Gloor vorbehalten mit dem 4:1 die endgültige Entscheidung herbeizuführen. Der Aufstieg war somit für Pfanni bereits Tatsache, doch es halt nun noch zwei Stunden die Spannung hochzuhalten, ehe es im letzten Spiel gegen die Astros Rotkreuz noch um den Turniersieg ging.
Die Astros führten zu Beginn die etwas feinere Klinge, doch Pfanni zeigte sich abgebrüht und konnte in der 10. Minute nach einem Gegenstoss in Führung gehen. Winistörfer liess Torhüter Theuerzeit keine Chance. Dieses knappe 1:0 hatte auch nach 20 Minuten noch Bestand und die Zuschauer mussten sich gar bis in die 29. Minute gedulden, ehe ein weiteres Tor bejubelt werden konnte. Nach einem Auslösungsfehlpass der Zuger kam Widmer im Slot völlig frei an den Ball und versenkte eiskalt zum 2:0. Rotkreuz reagierte aber postwendend um kam keine Minute später bei angezeigter Strafe zum 1:2-Anschlusstreffer – die Spannung war also definitiv zurück. Doch diese wurde in der 34. Minute wieder etwas aus dem Spiel genommen. Nufer spielte nach rechts auf Bachmann, der im Slot den heransprintenden Smeaton fand, welcher auf 3:1 erhöhen konnte. Als in der 36. Minute dann ein Zuger die Strafbank aufsuchen musste, hatte Pfanni die Möglichkeit die Vorentscheidung herbeizuführen. Gesagt getan. Bachmann auf Gloor und Tor. Die Überzahlmöglichkeit wurde gnadenlos zum 4:1 ausgenutzt. Diese 3-Tore-Führung brachte Pfanni souverän über die Zeit und konnte somit den 4. Seig im 4. Spiel bejubeln.
Pfanni zeigte sich ein beeindruckendes Aufstiegsturnier und konnte wie erwähnt alle Spiele mit einem Gesamttorverhältnis von 15:5 für sich entscheiden. Besonders erfreulich war, dass Absenzen von Leistungsträger problemlos weggesteckt werden konnten und dass alle, aber wirklich alle, ihren Teil zu dieser grandiosen Leistung beitragen konnten. Für viele war es bereits der zweite Aufstieg innert Wochenfrist, nachdem in der Vorwoche bereits mit der U21 der Aufstieg in die Stärkenklasse B gefeiert werden konnten – da kann man nur von Herzen gratulieren.
Auch ein grosses Lob und ein grosser Dank gebührt der Trainercrew um Theo Frischknecht, Gian Andrea Murk, Daniel Hasler und Torhüter-Trainer André Hostettler – es war nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen, doch was das «zusammengewürfelte» Team in dieser Saison gezeigt hat ist eindrücklich und der Verdienst dieser Crew – 20 Spiele mit 19 Siegen und nur 1 Niederlage bei einem Torverhältnis von 107:20 verdient einfach nur Respekt.
Ein grosses Dankeschön geht auch an alle teilnehmenden Teams und ihre Fans für diesen schönen und stimmungsvollen Anlass und natürlich allen Helferinnen und Helfern, die das möglich gemacht haben – es war uns eine Ehre und eine grosse Freude diesen Event in Egg bei wunderschönem, sonnigem Frühlingswetter durchführen zu dürfen. DANKE!