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07.04.2026

Bittere Overtime-Niederlage: Herren zwei verliert Spiel 1 hauchdünn

Bittere Overtime-Niederlage: Herren zwei verliert Spiel 1 hauchdünn

Alles war angerichtet für diese packende Affiche in der Kirchwies. Bei strahlendem Sonnenschein trafen zwei Teams mit nahezu vollem Kader aufeinander. Kurz vor dem Spiel musste Pfanni allerdings noch eine bittere Nachricht verkraften: Benedikt Lukas zog sich im letzten Training vor der Partie einen Bänderriss zu und fiel damit kurzfristig aus. Abgesehen davon konnten sowohl Pfanni als auch die Hurricanes Glarnerland Weesen praktisch in Bestbesetzung antreten. Das schöne Frühlingswetter hielt die Fans dabei keineswegs ab. Über 150 Zuschauerinnen und Zuschauer fanden den Weg in die Kirchwies und sorgten für eine starke Kulisse.

Die Partie begann ausgeglichen. Beide Teams tasteten sich zunächst ab, Chancen gab es auf beiden Seiten, doch sowohl Ricardo Giovanoli auf Seiten von Pfanni als auch Peter Hösli auf Seiten der Glarner verhinderten vorerst einen Treffer. In der 15. Minute musste Gian Andri Hefti wegen Sperrens für zwei Minuten auf die Strafbank. Darauf bot sich Pfanni nach einer Strafe gegen die Hurricanes die grosse Chance im Powerplay in Führung zu gehen. Doch das Überzahlspiel blieb ungenutzt und es kam noch bitterer. Noch während der Unterzahl der Gäste schnappte sich Matthias Winteler den Ball. Mit einem regelrechten Energieanfall liess er mehrere Pfanni-Verteidiger stehen, umkurvte am Ende auch noch Ricardo Giovanoli und schob den Ball mit der Backhand zur 1:0-Führung für die Gäste ins leere Tor. Pfanni liess sich davon jedoch nicht beirren. Die Gastgeber blieben spielbestimmend, drückten weiter auf den Ausgleich und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor der Hurricanes. Noch fehlte jedoch die letzte Konsequenz, weshalb Pfanni mit dem knappen 0:1-Rückstand in die erste Pause musste.

Nach dem ersten Seitenwechsel kam Pfanni mit viel Schwung aus der Kabine und war nun gewillt, die Partie auszugleichen. Mehrere gute Möglichkeiten blieben zunächst noch ungenutzt, ehe in der 32. Minute endlich der verdiente Treffer fiel. Nach einem Zuspiel von Andreas Meile fasste sich Marvin Meister ein Herz, zog ab und traf herrlich ins kurze Lattenkreuz. Von der Latte sprang der Ball unhaltbar ins Tor. Der vielumjubelte Ausgleich zum 1:1. Mit diesem Resultat ging es anschliessend in die zweite Pause.

Auch im Schlussdrittel blieb die Partie äusserst ausgeglichen. Beide Teams kamen zu ihren Möglichkeiten. Die Hurricanes versuchten ihr Glück vor allem mit Weitschüssen und hofften auf gefährliche Abpraller vor dem Tor. Pfanni dagegen kombinierte sich immer wieder schön vors gegnerische Gehäuse, scheiterte aber oft am starken Glarner Schlussmann oder traf ihn direkt am Brustpanzer.

Zwölf Minuten vor Schluss gelang den Gästen dann erneut die Führung. Ein Weitschuss von Matthias Winteler wurde unterwegs noch abgelenkt und flog in hohem Bogen über Ricardo Giovanoli hinweg ins Tor. Der Pfanni-Goalie war bei diesem kuriosen Treffer völlig machtlos.

Doch auch diesmal zeigte Pfanni eine starke Reaktion. Nur knapp vier Minuten später durfte die Kirchwies erneut jubeln. Nach einem schnellen Gegenstoss landete der Ball über Jason Mülli bei Dario Keller, der nicht lange zögerte und den Ball in der 52. Minute mit voller Wucht zum 2:2 in die Maschen hämmerte. Weil beiden Teams in der regulären Spielzeit kein weiterer Treffer mehr gelang, ging die Partie in die Verlängerung.

Auch dort blieb das Spiel völlig offen. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung, doch zunächst blieb es beim Patt. In der dritten Minute der Verlängerung verletzte sich zudem Hurricanes-Spieler Jonas Hösli und konnte nicht mehr weiterspielen. An dieser Stelle wünschen wir ihm gute und schnelle Besserung.

Als bereits alles auf ein Penaltyschiessen hindeutete, schlugen die Gäste eine Minute vor Schluss doch noch zu. Pirmin Winteler erwischte Ricardo Giovanoli aus spitzem Winkel, der Ball sprang perfekt via Pfosten ins Tor und besiegelte die bittere 2:3-Niederlage nach Verlängerung.

Pfanni zeigte über weite Strecken eine starke Leistung und war den Hurricanes mindestens ebenbürtig. Vor allem spielerisch wusste das Heimteam zu überzeugen und erspielte sich genügend Chancen, um diese Partie für sich zu entscheiden. Doch genau hier lag am Ende der Unterschied. Vor dem Tor fehlte die letzte Konsequenz, während die Gäste ihre Möglichkeiten eiskalt nutzten. Die alte Fussballweisheit passt an diesem Abend leider auch im Unihockey perfekt: Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten.

Damit gehen die Hurricanes Glarnerland Weesen in der Best-of-5-Serie mit 1:0 in Führung. Für Pfanni bleibt jedoch keine Zeit, lange zu hadern: Bereits am Freitag, 10. April, bietet sich in der Sporthalle schwanden die Chance zur Revanche. Spielbeginn in Glarus ist um 20:00 Uhr. Das nächste Heimspiel steigt dann am Sonntag, 12. April, um 13:00 Uhr in der Kirchwies. Auch dort hofft Pfanni wieder auf zahlreiche Unterstützung und eine genauso starke Stimmung wie schon im ersten Spiel.

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