Die Pfanni Senioren machten sich in der 5. Runde auf den Weg zum Tabellenzweiten – ins gefühlt tiefste Aargauer Hinterland. Dort erwartete uns nicht nur ein motivierter Gegner, sondern auch eine beeindruckende Fankulisse von rund 30 (!) Personen. Stimmung also praktisch wie im Hexenkessel.
Hinweis der Redaktion: Alle Figuren und Ereignisse dieses Berichts – insbesondere jene mit frappanter Ähnlichkeit zu real existierenden Personen – könnten leicht ausgeschmückt sein.
Personell war Pfanni eher knapp aufgestellt, weshalb kurzerhand zwei jüngere Spieler aufgeboten wurden. Oberentfelden witterte Morgenluft und konterte mit Verstärkung aus der 1. Mannschaft – A-Liga lässt grüssen.
Hinspiel: Ein Tanz auf der Rasierklinge
Der Start gelang nach Mass: Thomas setzte sich stark durch und schloss – sagen wir mal selbstbewusst – zur Führung ab. Oberentfelden liess sich davon wenig beeindrucken und antwortete prompt mit zwei sehenswerten Treffern unter die Latte bzw. ins Lattenkreuz. Da blieb nicht viel zu halten – ausser die Beine hinzuhalten.
Pfanni stellte defensiv nach, blockte beherzt und nahm dabei auch den einen oder anderen Abdruck auf den Beinen in Kauf. Dafür blieb das Netz vorerst ruhig. Kurz vor der Pause sorgte Colin für den verdienten Ausgleich: 2:2.
Nach dem Seitenwechsel das umgekehrte Bild: Pfanni geriet schnell in Rückstand, drehte die Partie aber erneut. Colin traf per Volley zum Ausgleich, wenig später belohnte sich Silvan für aggressives Pressing mit der Führung. Leider hielt diese nicht lange – die Defensive war einen Tick zu langsam, Oberentfelden glich wieder aus.
In den Schlussminuten ging es hin und her, Chancen auf beiden Seiten, doch beide Torfrauen hielten dicht. Endstand: 4:4 – gerecht, intensiv, unterhaltsam.
Rückspiel: Drama, Verletzungen und ein bitteres Ende
Ein Sieger musste noch gefunden werden – Bühne frei fürs Rückspiel.
Pfanni blockte nun alles weg, was irgendwie nach Torschuss aussah. Oberentfelden stellte um: weniger Distanzschüsse, dafür mehr Zickzack durch unsere Reihen. Und das funktionierte leider ziemlich gut. Täuschung hier, Haken da, Abschluss ins hohe Eck – so sieht Topscorer-Qualität aus. Dazu ein ausgenutzter Wechselfehler und ein verwerteter Freischlag: plötzlich lag Pfanni 0:3 zurück. Dann der Schockmoment: Der laufstärkste Spieler von Oberentfelden verletzte sich ohne Fremdeinwirkung und musste ins Spital gebracht werden. Nach kurzer Unterbrechung ging es weiter – und Pfanni fand zurück ins Spiel. Mischa legte mustergültig auf Thomas ab – endlich der erste Treffer. Kurz darauf gewann Mischa das Bully, Philipp zog ab und überraschte den Goalie. Halbzeitstand: 2:3 – wir waren wieder dran.
Doch die Verletzungshexe blieb in der Halle: Auch Silvan knickte ohne Fremdeinwirkung um. Dank sofortiger Kühlung aus dem legendären Aargauer Medizinschrank blieb Schlimmeres aus – der Knöchel hielt zumindest optisch Ping-Pong-Ball-Niveau knapp stand. Sportlich ging’s weiter: Thomas bediente erneut Philipp – Ausgleich! Doch der gegnerische Topscorer hatte noch nicht genug. Mit viel Durchsetzungsvermögen (hart, aber fair) tankte er sich durch und stellte die Führung wieder her. Pfanni riskierte am Ende alles und brachte einen vierten Feldspieler – leider ohne Erfolg. Stattdessen fiel noch das 3:5-Endresultat.
Fazit
Zwei packende Spiele, viel Einsatz, einige blaue Flecken und immerhin ein Punktegewinn. Ein grosses Dankeschön an Satus Oberentfelden 2, den fehlerlosen Schiedsrichter und die grosse Kulisse. Beim nächsten Mal dürft ihr dann gerne die (Welt)Reise zu uns antreten. Ein spezieller Dank geht an den „Hulk“ aka Topscorer des Heimteams, der nicht nur sportlich überzeugte, sondern auch Fairplay lebte: Er trug unseren verletzten Spieler vom Feld und nach dem Spiel in die Garderobe – genau so ist Plauschliga-Fairplay. Gute und schnelle Genesung an beide verletzten Spieler!
Satus Oberentfelden 2 vs. Pfanni Senioren 4:4 (2:2 / 2:2)
Thomas, GT, GT, Colin, GT, Colin (Martin), Silvan, GT
Rückspiel
5:3 (3:2 / 2:1)
GT, GT, GT, Thomas (Mischa), Philipp (Mischa), Philipp (Thomas), GT, GT
Für die Pfanni Senioren Plus:
Martin Binzegger, Colin Eck, Philipp Gisler, Silvan Meier, Urs Rechsteiner, Thomas Schlecht, Mischa und Karin Stamm, sowie Luca Waldvogel.