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Ein starkes Schlussdrittel reicht um zwei vorweg gegangene schwache Drittel auszugleichen

| Mi, 08.02.2012 - 07:26 | Christof Maurer

Ein wenig verspätet der Spielbericht des Auswärtsspiel der U-21 in Winterthur. Ein Spiel in welchem zwei völlig verschiedene Gesichter der Mannschaft aufgezeigt wurden.

Das Spiel begann mit einer richtig kalten Dusche. Nur gerade einmal 23 Sekunden brauchte die Heimmannschaft um den Führungstreffer zu erzielen. Die ersten beiden Drittel sind schnell zusammengefasst. Winterthur war aggressiver, konzentrierter und bedeutend agiler. Sie nutzen diese Eigenschaften kaltblütig aus und erzielten diverse Tore nach schnellen Kontern und unnötigen Fehlern in unserem Aufbauspiel. Das einzige, was uns in diesem Spiel hielt war die Tatsache, dass die Jungs es schafften die wenigen Möglichkeiten auszunutzen und jeweils in den Powerplays zu reüssieren. So erzielte Zumkehr den Treffer zum 3:1, Bolliger den Anschluss zum 3:2,  Schmocker verkürzte auf 5:3 und traf  zum 5:4, und Huber erzielte das zwischenzeitliche 6:5. Trotzdem mussten wir mit einem 8:5 Rückstand in die 2. Drittelspause. Kurz vor dieser erhielt ein United-Spieler noch eine Strafe und genau diese sollte der Schlüssel zur Aufholjagd im Schlussabschnitt werden.

Wir mussten, um noch eine Chance auf Punkte haben zu wollten, die Gegenwehr der Heimmannschaft so schnell wie möglich zu brechen. Deshalb wurde im Powerplay nach der Pause ein relativ grosses Risiko genommen und der Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Und tatsächlich, Weber schoss das wichtige Tor zum 8:6. Nun tankten die Jungs einiges an Moral und nur 15 Sekunden später schoss Schmocker nach einem Querpass den 8:7-Anschluss. Das Spiel war danach ein völlig anderes. Pfanni rannte an und versuchte den Ausgleich zu erzielen. Einige gute Möglichkeiten wurden zunächst noch ausgelassen. Trotzdem, das Spiel war nun völlig anderes. Plötzlich gewannen unsere Jungs fast jeden Zweikampf und brachten den Gegner der Verzweiflung immer näher. Und endlich, nach 55 Minuten fiel der Ausgleich. Weber traf und löste einen kleineren Jubelsturm aus. Von nun an brachen die Dämme. Huber traf zum 9:8, danach Curty und den Schlusspunkt setzte Niedermann in der 59. Minute mit einem Empty-Netter. So konnten wir in einem Drittel ein fast schon verlorenes Spiel noch drehen. 6:0 im Schlussabschnitt spricht eine klare Sprache und genau an diesem Drittel muss sich die Mannschaft orientieren. Dieses Drittel zeigte das Spiel in welchem man das Potential dieser Mannschaft sehen konnte. Mit diesem Einsatz und Leidenschaft ist jeder Gegner unserer Gruppe in Reichweite.  

von Dario Keller

Telegramm: 

Tor: Hoogeven (bis ca. 35.min), Giovanoli (ab ca. 35.min)

Verteidigung: Weber (2 Tore, 0 Assists), Gentile (Ersatz), Bolliger (1,0), Stuber, Bier

Angriff: Zumkehr (1,0), Hottinger (0,1), Curty (1,3), Huber (2,3), Schmocker (ab ca.12.min,3/0), Meil (bis ca. 12.min), Niedermann (1,0), Schenker (Ersatz)