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Von Damen mit Stil, 4 Punkten und Einhörnern

| Mo, 16.01.2012 - 12:59 | Corine Da Pra

Der Organisator der heutigen Runde, die FB Riders Rüti, schienen es geahnt zu haben: Konsequent wurde bei Garderobenbeschriftung und Matchblatt bei Pfannenstiel das „e“ gestrichen, aus dem –stiel wurde –stil. Nomen est Omen, wie man im antiken Rom zu sagen pflegte.

Fast in Komplett-Besetzung konnten wir gegen den Tabellenleader, die Hardsticks Adliswil, antreten und versuchen, den 1 Pünktli-Rückstand in der Tabelle in einen Vorsprung zu wandeln. Es sei verraten – es gelang. Ein knapper, aber verdienter 2:1 Sieg in einem fairen und guten Spiel. Wir konnten von Anfang an das Tempo relativ hoch halten, spielten sicher und offensiv, wir sind halt schon eher die „Stürmis“. Adliswil hielt zwar dagegen und kam so zu einigen Kontern, die aber entweder irgendwo versandeten oder von Laura sicher beendet wurden. Nur kurz kam Hektik auf, als Corine D. ein Stock in die Rippli gebohrt bekam und für den Rest der ersten Halbzeit flugs die Linien umgestellt werden mussten. Aber wir sind ja flexibel, und sehr flexibel zeigte sich auch Bianca als sie einen Abpraller von einem Christina-Schuss über die Torlinie bugsierte.

In der zweiten Halbzeit durfte Topskorerin Christina selber noch jubeln, von Nici Marty wunderbar angespielt versenkte sie für die Hardsticks-Torfrau unhaltbar zum 2:0. Adliswil konnte zwar noch den Anschlusstreffer erzielen und drückte etwas mehr, aber wirklich in Gefahr kamen wir eigentlich nicht dieses Spiel noch zu verlieren. Nach dem Anschlusstreffer stellten wir auf 2 Linien um und hielten so dem Druck gut stand, hatten gar noch mehrere Chancen etwas für’s Torverhältnis zu machen, aber auch unsere Schüsse waren nicht mehr wirklich platziert. Schön platziert hingegen war ein Stockflug – hä, wo kam der denn her ? – mitten auf Nici Trunz‘ Stirn, für den Rest des Tages ging unsere Nici als Einhorn durch – wortwörtlich war das ein Hardstick.

Der zweite Gegner, das 6-platzierte Luzern trat grade mal mit 8 Feldspielerinnen an. Nur will das ja meistens nicht viel heissen, im Gegenteil - man tendiert zur Unterschätzung des Gegners und läuft schwuppdiwupp in eine Klatsche. So waren vor dem Spiel eindringliche Worte angebracht, schliesslich waren jetzt die Weichen gestellt um den begehrten Leaderthron zurückzuerobern. Wieder mit 3 Blöcken und voller Tatendrang stellten wir uns den Luzernerinnen. In der ersten Halbzeit ganz nach dem Motto stark beginnen, um dann stark nachzulassen. Irgendwo dazwischen lagen dann äusserst sehenswerte Ballstafetten, so führte zum Beispiel ein Pass von Däni über Serä über Corine D. über Ramona zu Sandy zu Tor. Wenig später setzte Christina zu einem ihrer berühmt-berüchtigten Rundläufe an und schlenzte den Ball zum 2:0 Pausenstand ins Tor. Wir führten zwar, aber eben… die Qualität des Spiels gegen Ende war grenzwertig, der Einsatz liess doch sehr zu wünschen übrig.

In der Pause gab’s Schelte und einen verbalen Tritt in alle anwesenden Popo’s, dieser schien zu wirken und in der zweiten Hälfte schien das Team wie verwandelt und wuselte wie die Duracell-Häschen. Ramona zog im gegnerischen Slot die Aufmerksamkeit von Goalie und Verteidiger auf sich, Sandy stand gemütlich und völlig unbedrängt daneben und schob ein zum beruhigenden 3. Treffer für die Pfanni-Ladies. Luzern musste öffnen und ermöglichte uns viele Kontermöglichkeiten, die dann endlich von Corine D. auf Pass von Ramona genutzt wurde. Leider konnten wir durch einen unnötigen Ballverlust in der gegnerischen Hälfte unserer Goalin Tanja den Shut-Out nicht sichern, kurz vor Schluss machte Luzern noch das 4:1, dabei blieb es.

Und so haben die Pfanni-Frauen den Leaderthron am 15. Januar mit Stil,  Eleganz und ganz Ladylike zurückerobert. 15 Punkte aus 10 Spielen und eine sehenswerte +/- Bilanz führen vor den 4 letzten Spielen der Saison zum Platz zuoberst auf dem Stöckli. Eng ist es immer noch, der Abstand zum 4. Tabellenrang beträgt 2 mickrige Pünktchen. Bis zum nächsten Training ist also die Pflege von Einhörnern und Rippli angebracht und eine kurze Relaxpause auf den verdienten Lorbeeren.

Meine Damen, das war doch wieder ein super Tägli !